Ubbo Küglers Arbeiten sind Assoziationsnetzwerke. Seine Werke begin-
nen mit einer kleinen Zeichnung irgendwo in der Mitte des Bildes. Daran
knüpft er assoziative Bilder, an die wiederum neue Zeichnungen gehängt
werden. So entsteht über Wochen ein dichtes Geflecht aus kleinen, mit ein-
ander verbundenen Zeichnungen. Oft überlagern sich mehrere Ebenen.

Küglers grossformatige Arbeiten verwirren auf den ersten Blick. Bei
längerem Betrachten beginnen sich die einzelnen Bilder aus dem Zeichen-
gewirr zu lösen und werden klar erkennbar. So erschließt sich das Werk
nach und nach und gibt die Denk- und Bilderwelt des Künstlers frei.
Seine Arbeiten regen dazu an, unbewusst abgespeicherte Informations-
fluten und Bilder eines jeden Tages in das Bewusstsein zu transportieren
und dort aufzulösen.

Andrea Brenner, 01/05